Bericht: Besichtigung Möhl Arbon

Ort
Möhl, St. Gallerstrasse 213, 9320 Arbon
Datum
19. September 2019

 

Swisscom Pensionierte syndicom Sektion St. Gallen

Am 19.September besuchten 29 Kolleginnen und Kollegen das erste Schweizer Mosterei- und Brennereimuseum sowie die Produktionsstätten der Mosterei Möhl in Arbon. Mit einem Film über die Geschichte des Familienunternehmens erhielten wir einen ersten Überblick. Wir haben erfahren, wie in fünf Generationen aus einem Landwirtschaftsbetrieb mit Gasthaus der moderne Safthersteller wurde. Hier wurde gezeigt, wie aus einheimischem Obst hochwertige Apfelsäfte und Apfelweine kreiert werden nach alter Tradition und modernem Verfahren. Wir haben gesehen, wie nach dem Blühen von Bäumen Äpfel und Birnen heranwachsen und von den Bauern geerntet werden. Es macht schon Eindruck wenn man erfährt, dass eine Wildbiene in ihrem Leben gegen 40 000 Blüten bestäubt und lässt damit etwa 5200 Kilo Äpfel entstehen.

 

 

Anschliessend haben wir während einer kompetenten Führung von etwa zwei Stunden viele interessante Dinge kennen gelernt. Wir blickten auf die Anlieferung vom Obst durch die Bauern. Sofort wird alles gewaschen, zerkleinert und über moderne Förderanlagen zu den Pressen gebracht. Diese laufen während der Erntezeit 24 Stunden lang. Hier herrscht in dieser Zeit Hochbetrieb. Es ist fast nicht zu glauben, dass hier jedes Jahr 15 Millionen Liter Saft produziert werden.

 

 

Die Maische gelangt zentral in den Presszylinder. Beim Pressen entweicht der Saft und gelangt im Keller in einen Auffangtank. Etwa alle 2 Stunden wird in den Pressen der Trester entfernt und wieder neu gefüllt mit Maische. Der getrocknete Trester wird später von den Bauern für Futter abgeholt. Aus einer Tonne Äpfel entstehen etwa 780 Liter Saft. Für die Lagerung sind 14 Eichenfässer mit ca 10 000 Liter Inhalt im Keller bereit. Der vergorene Saft wird während 3 Monaten im Holzfass zwischengelagert und gereift. Nach dem Leeren werden die Fässer 3 Stunden mit kaltem Wasser über einen Spritzkopf gereinigt getrocknet und wieder mit vergorenem Saft gefüllt.

 

 

Für die Herstellung von Biosaft wird der frische Saft ab Presse in gedämpfte sterile Tanks gepumpt und gelagert. So entsteht keine Gärung. Die Säfte können bis zu 2 Jahre in modernen Chromstahltanks mit bis zu 120 000 Liter Inhalt gelagert werden. Die gesamte Lagerfassung ist etwa 2,6 Millionen Liter.